Hildesheim

Fassadengestaltung Theater im Malsaal

Jahr der Fertigstellung

2024

Bauherr

gbg Hildesheim für das Theater für Niedersachsen

Beteiligte Planende

Hirsch Architekten, Hildesheim

Weitere Beteiligte

Audio Werft, Hildesheim

Planungsphasen

LPH 3-8

Fotograf / Bildrechte

Daniel Vieser
www.dv-architekturfotografie.de

Projektziel

Das Theater für Niedersachsen (TfN) in Hildesheim erhielt im ehemaligen Malsaal und dem darunterliegenden Parkdeck eine eigenständige, barrierefreie Spielstätte: Das Theater im Malsaal (ThiM). Es dient primär als Spielstätte für den Kinder – und Jugendbereich, kann aber flexibel für andere Veranstaltungsformate genutzt werden.

Ziel der Planung war es, den funktional geprägten Kubus sensibel in das heterogene Gebäudeensemble des TfN einzufügen und ihm zugleich eine eigenständige Identität zu verleihen. Die Gestaltung sollte zurückhaltend wirken und dennoch eine klare Präsenz im Stadtraum entwickeln. Gleichzeitig galt es, die Spielstätte trotz ihrer Lage in einer Nebenstraße besser auffindbar zu machen und stärker mit dem öffentlichen Raum zu verknüpfen.

Umsetzung

Die textile Fassadenverkleidung bildet die Grundlage der Lichtgestaltung und verleiht dem Baukörper eine leichte, eigenständige Erscheinung. Lineare RGBW-Leuchten folgen der horizontalen Gliederung der Fassade, verleihen dem Baukörper Tiefe und verwandeln seine Hülle in eine atmosphärische Lichtfläche – die Präsenz des Gebäudes wird im Stadtraum gestärkt. Das farbige Licht wird zurückhaltend und in Abhängigkeit vom Charakter der jeweiligen Veranstaltungen eingesetzt. Die Fassadenbeleuchtung ist vollständig steuerbar und schaltet sich in den späten Abendstunden automatisch ab. Dadurch werden Energieverbrauch und Lichtemissionen reduziert sowie die Nachtruhe der Anwohnenden berücksichtigt. Eine präzise Ausrichtung der Leuchten betont die Architektur gezielt, ohne den Nachthimmel aufzuhellen.

Der Eingang zum ThiM ist durch die Umgestaltung besser sichtbar und leichter zugänglich, wodurch der städtische Raum stärker einbezogen wird und die Spielstätte insgesamt im Stadtraum präsent verankert erscheint.