Sarstedt
Kath. Pfarrgemeinde Heilig Geist
Jahr der Fertigstellung
2025
Bauherr
Bistum Hildesheim
Beteiligte Planende
springmeier architekten, Braunschweig
Weitere Beteiligte
Lothar Sander Elektro GmbH, Hildesheim
Metall & Gestaltung Peter Schmitz, Hildesheim
Planungsphasen
LPH 1-8
Auszeichnungen
LIT Lighting Design Award 2025 in der Kategorie ‚Religious & Spiritual Site‘
Planungsziel
Im Zuge der Neugestaltung erhielt die Kirche der katholischen Pfarrgemeinde Heilig Geist in Sarstedt ein zeitgemäßes Beleuchtungskonzept. Dieses erfüllt sowohl komplexe liturgische Anforderungen als auch die Ansprüche vielfältiger Veranstaltungsformate, während es die architektonische Charakteristik des Raumes gezielt unterstreicht.
Zentrales Planungsziel war es, die moderne innenarchitektonische Struktur des Sakralraums lichttechnisch zu unterstützen und durch eine differenzierte Lichtführung eine stimmige, atmosphärische Gesamtwirkung zu erschaffen.





Umsetzung
Das innenarchitektonische Konzept des Büros Springmeier rückt das liturgische Geschehen in die Mitte des Hauptschiffs, um die Gemeinde enger an Altar und Ambo heranzuführen. Den gestalterischen Kern bilden vier halbovale Sonder-Pendelleuchten, die dieser neuen sakralen Anordnung folgen. Ausgestattet mit Darklight-Reflektoren, garantieren sie höchste Entblendung bei direktem Lichtaustritt. In konsequenter Fortführung der Gestaltung wurden auch die Heizelemente des Zentralbereichs als Pendellösung ausgeführt. Sie sind in Form und Farbe auf die Sonderleuchten abgestimmt, sodass beide technischen Komponenten eine ästhetischen Einheit bilden.
Die gezielte Inszenierung der liturgischen Hauptelemente sowie die vertikale Ausleuchtung des Chors – etwa für Konzertsituationen – erfolgt über Strahler, die dezent in Stromschienen innerhalb der Akustikpaneele integriert sind. Hochwertige Wabenraster sorgen hierbei für eine effektive Blendbegrenzung.
Im Chorbereich entstand durch die Versetzung des Altars Raum für das Taufbecken. Die dortigen Stromschienenstrahler übernehmen eine Doppelfunktion: die Akzentuierung des verbleibenden Altarbildes sowie die stimmungsvolle Beleuchtung der Taufmomente.
Das Deckengewölbe wird durch lineare, in die Akustikpaneele eingelassene RGBW-Leuchten bespielt. Durch deren versetzte Anordnung und Neigung entstehen fließende Farbverläufe, die sich flexibel an verschiedene kirchliche Formate anpassen lassen.
In den Seitenschiffen erzeugen verdeckt hinter den Rückbänken installierte Lichtquellen eine ruhige, indirekte Grundhelligkeit. Ergänzend dazu setzt der Kreuzgang auf präzise ausgerichtete Wandanbaustrahler an den Säulen, die den Raum architektonisch gliedern.


